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Das Ende der RAF?FestnahmenAuf die Bombenanschläge folgte die größte Fahndungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik. Am 31. Mai 1972 wurden alle Polizisten des Landes direkt dem BKA Mehr Erfolg brachte die Observation einer Garage am Hofeckweg in Frankfurt: Hier lagerte die RAF ihren Sprengstoff und hier wurden am 1. Juni 1972, nach größerer Belagerung und massivem Tränengaseinsatz, auch In der Folge kam es zu einer Reihe weiterer Festnahmen. Am 7. Juni 1972 wurde Am 15. Juni 1972 wurde auch Nach dem ein Tübinger Druckereiarbeiter, der für die RAF gearbeitet hatte, festgenommen wurde, erklärte sich dieser bereit, der Polizei zu helfen. Durch seine Hilfe wurde am 7. Juli 1972 auch Damit war der größte Teil der RAF verhaftet. Die HaftZunächst wurden die Gefangenen in Gefängnissen der Städte untergebracht, in denen sie auch verhaftet worden waren. Später verlegte man sie in einen Trakt des gerade fertig gestellten Hochsicherheitsgefängnis in Stuttgart Stammheim. Grundsätzlich kamen alle Gefangenen der RAF zunächst in Einzelhaft und durften weder untereinander noch zu anderen Gefangenen Kontakt haben. Besuche durften sie nur von ihren Verwandten empfangen und das auch nur alle 14 Tage eine halbe Stunde unter Aufsicht. In Ulrike Meinhofs Zelle in Köln Ossendorf wurde auch in der Nacht das Licht nicht gelöscht. In der Folge traten die RAF-Mitglieder immer wieder in den Hungerstreik, um auf ihre Haftbedingungen aufmerksam zu machen und Verbesserungen dieser einzufordern. Die Haftbedingungen für die RAF sind auch heute noch immmer wieder Kern heißer Diskussionen. Während die einen von systematischer Folter durch Isolation
Das Info-SystemUm auch im Gefängnis den Kontakt untereinander und mit der Außenwelt nicht zu verlieren, entwickelte Gudrun Ensslin ein "Info-System", das die damals noch nicht kontrollierte "Verteidigerpost" zum Nachrichtenaustausch nutzte. Über diesen Weg wurden beispielsweise Hungerstreiks organisiert oder gemeinsame Erklärungen vorbereitet, die dann über das selbe System das Gefängnis verließen. Um die Identität der Verfasser zu verschleiern erhielten alle neue Decknamen, entlehnt aus dem Buch Auch was die Literatur anbelangte, die sich die Gefangenen schicken ließen, arbeite die Gefängniszensur anfangs nicht einwandfrei. So konnten sich die RAF-Mitglieder eine umfangreiche Bibliothek zusammenstellen, die sie in ihrer Ausbildung als Stadtguerilla weiterbringen sollte. Darunter waren Titel die über Sprengstoffe, Waffen oder Dokumentenfälschung berichteten. Über das Infosystem wurde auch der 2. Hungerstreik organisiert, der vom 8. Mai bis zum 29. Juni 1973 lief. Hier kam zum ersten Mal das Mittel der Zwangsernährung zum Einsatz. Dennoch brachte dieser Hungerstreik leichte Haftverbesserungen. Der Tod Holger Meins
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| »Festschnallen, zwei Handschellen um die Fußgelenke, ein 30 Zentimeter breiter Riemen um die Hüfte, linker Arm mit vier Riemen vom Handgelenk bis zum Ellenbogen... von rechts der Arzt auf'n Hocker mit 'nem kleinen "Brecheisen". Damit geht er zwischen die Lippen, die gleichzeitig mit den Fingern auseinander gezogen werden, und dann zwischen die Zähne und hebelt die auseinander. Sowie die Kiefer weit genug auseinander sind, klemmt, schiebt, drückt der Sani von links die Maulsperre zwischen die Zähne... Verwendet wird ein roter Magenschlauch, mittelfingerdick... « |
| Holger Meins über die Zwangsernährung |
Nach fast zwei Monaten Hungerstreik, am 9. November 1974 stirbt
Holger Meins in der JVA Wittlich an Unterernährung. Trotz seines katastrophalen Zustandes und einem Gewicht von nur noch 39kg war er nicht auf die Intensivstation eines Krankenhauses verlegt worden. Noch am selben Tag kommt es in der gesamten Bundesrepublik zu Protestdemonstrationen.
Der Hungerstreik wirde noch bis zum 2. Februar 1975 fortgesetzt. In der Folge kam es zu erheblichen Verbesserungen für die Gefangenen. So gut wie alle RAF-Mitglieder wurden nach Stammheim verlegt, wo sich die Männer und Frauen - jeweils unter sich - für mehrere Stunden am Tag treffen konnten. Auch die totale Isolation wurde aufgehoben. So bekamen die Gefangenen jetzt fast täglich Besuch von ihren Anwälten und auch Privatbesuche waren jetzt häufiger.
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